|
Deutsch
WAS IST FOP?
Fibrodisplasia
Ossificans Progressiva (FOP) ist eine seltene genetische Erkrankung,
die zu Knochenbildungen in Muskeln, Sehnen, Bändern und anderen
Bindegewebsarten führt. Es bilden sich zwischen den Gelenken
Brücken aus zusätzlichem Knochen, die im weiteren Verlauf
die Beweglichkeit einschränken. Bei FOP produziert der Körper
nicht nur zu viel Knochen, sondern auch ein zusätzliches Skelett,
das den Körper umhüllt und die Person in ein knöchernes
Gefängnis einsperrt, für das es keinen Schlüssel
gibt.
DIE ENTSCHLÜSSELUNG DES GENETISCHE CODES
Die
FOP-Forschung ist Detektivsarbeit. Das Hauptanliegen ist es, den
richtigen Weg durch ein genetisches Labyrinth zu finden, um das
beschädigte Gen zu identifizieren, das die Überproduktion
eines starken knochenproduzierenden Proteins bei Menschen mit FOP
auslöst.
Von
der Erforschung dieser seltenen Erkrankung profitieren vielleicht
eines Tages auch Menschen, die an bekannteren Knochenkrankheiten
leiden, wie Osteoporose, Arthritis, Behandlung nach Amputationen,
Wirbelsäulenverletzungen und einige Arten von Herzklappenerkrankungen.
Wie
bei anderen genetischen Erkrankungen geht es bei der FOP-Forschung
um das Auffinden und Bestimmen eines defekten genetischen Schalters.
Gleichzeitig ist FOP jedoch auch einzigartig. Es gibt keine andere
Erkrankung, die einen Gewebetyp in der Weise in einen anderen umwandelt,
wie FOP Muskeln in Knochen umwandelt. Trotzdem hat das Forschungsteam
bedeutende Einschnitte bei der Kartierung des schwer zu fassenden
FOP-Gens erzielt und dies erweckt bei der FOP-Gemeinschaft große
Hoffnung.
Es
gibt unglücklicherweise einige Schwierigkeiten, die die Forschung
behindern und die Entwicklung wirkungsvoller Behandlungen verzögern:
·
Die Seltenheit von Familien mit mehreren betroffenen Generationen
· Der Mangel an Gewebeproben
· Fehlende Kenntnis
· Begrenzte finanzielle Mittel
· Das Fehlen eines genetischen Tierversuchs
Das
Auffinden des Ursprungs dieses rätselhaften FOP-Gens ist möglich,
aber dieser Krankheitsverlauf ist hart. Forschungsergebnisse und
Behandlungen werden schnell benötigt, bevor zusätzliche
Knochen ständig mehr Menschen mit FOP unbeweglich machen. Die
IFOPA sieht es als ihre Pflicht, ein Heilmittel zu finden.
DIE
IFOPA-REISE
Die
International Fibrodysplasia Ossificans Association, kurz IFOPA,
ist eine Selbsthilfeorganisation, die die Aufklärungsarbeit,
die Kommunikation und die medizinische Forschung unterstützt.
Jeannie Peeper, eine Frau mit FOP, gründete die Organisation
1988, weil sie Menschen mit FOP zueinander bringen wollte. Nach
diesen bescheidenen Anfängen sucht die IFOPA jetzt für
Mitglieder aus mehr als 40 Ländern nach Schlüsseln für
den Ursprung dieser Krankheit und unterstützt ein angesehenes
Forschungslabor an der Universität von Pennsylvania.
Dank
der IFOPA und der Forschung, die sie finanziell unterstützt,
hegen Menschen mit FOP die Hoffnung, dass es in Zukunft frühere
Diagnosen, wirkungsvollere Behandlungen und schließlich sogar
eine Heilmittel geben wird.
WENN
DER SCHLÜSSEL PASST ...
Die
IFOPA ist bei der Weiterführung ihrer Mission von ihren Freunden
und Mitgliedern abhängig. Ob es um die Zahlung der Beiträge
oder um das Durchführen einer Wohltätigkeitsveranstaltung
geht, die als persönliche Beiträge eingebracht werden,
das persönliche Geben ist der Lebenssaft der Organsiation.
Spender erhalten ein Jahr lang das halbjährliche Rundschreiben
Milestone. In ihm wird über die FOP-Forschung und die Leistungen
innerhalb der FOP-Gemeinschaft berichtet.
Diejenigen,
die Mitglieder werden, erhalten die hier aufgeführten Dienste
und die FOP Connection, eine vierteljährlich erscheinende Infozeitschrift
mit Neuigkeiten aus der Forschung, Artikel über Familien, hilfreichen
Tipps und Hoffnung.
FOP-FAKTEN
Kinder
mit FOP kommen normalerweise mit einer angeborenen Missbildung des
großen Zehs zur Welt. Während des ersten oder zweiten
Lebensjahrzehnts entwickeln sich schmerzhafte fibröse Knötchen
an Nacken, Rücken und Schulter, die in einem Prozess, bekannt
als heterotopische Ossifikation, zu Knochen reifen.
FOP
geht dann am Rumpf und an den Gliedmaßen weiter und ersetzt
die gesunden Muskeln mit normal erscheinenden Knochen. Diese Knochenbrücken
schränken die Beweglichkeit deutlich ein, aber jeglicher Versuch,
sie zu entfernen, endet in einer explosionsartigen neuen Knochenbildung,
weil ein Trauma, wie z.B. eine Operation (sogar ein Stoß,
ein Fall oder eine intramuskuläre Spritze) den FOP-Prozess
beschleunigen.
FOP
ist völlig unterschiedlich und unvorhersehbar. Bei einigen
schreitet die Krankheit schnell voran, bei den anderen langsam.
Einige haben monate- sogar jahrelang keine Schübe, andere bekommen
ständig zusätzliche Knochen. In allen Fällen kann
sich - sowohl von einem Trauma als auch ohne Vorwarnung - zu jeder
Zeit in jedem Muskel Knochen bilden.
Weltweit
ist einer von zwei Millionen Menschen betroffen. Die Forschung über
FOP gewinnt gerade Erkenntnisse über den grundlegenden Ablauf
bei der Knochenbildung. So gesehen profitiert dieses Leiden vielleicht
eines Tages von bekannteren Knochenkrankheiten und ist vielleicht
ein Schlüssel für eine bessere Zukunft von Millionen.
FORSCHUNG
... Der Schlüssel zu einem Heilmittel
Der
Mittelpunkt der FOP-Forschung ist das FOP-Labor für Molekularbiologie
an der Universität von Pennsylvania in Philadelphia. Von hier
wird die Forschung mit Ärzten und Wissenschaftlern auf der
ganzen Welt koordiniert, um eine Behandlung und ein Heilmittel für
FOP zu finden. Das gesamte Forschungsteam sieht seine Arbeit als
eine Mission an, nicht nur als einen Beruf.
MEDIZINISCHER
BERATUNGSAUSSCHUSS
FOP
e.V.
Fischener
Strasse 6
87448 Waltenhofen
Germany
Tel.: 08303-921062
Fax: 08303-921063
E-mail: info@fop-ev.de
Frederick
S. Kaplan, M.D.
The Isaac & Rose Nassau Professor of Orthopaedic Molecular Medicine
and Chief, Division of Metabolic Bone Diseases and Molecular Orthopaedics
University of Pennsylvania School of Medicine
Eileen
M. Shore, Ph. D,
Co-Director,
FOP Molecualr Biology Laboratory
University of Pennsylvania School of Medicine
David
L. Glaser, M.D.
Ian Cali Fund - FOP Center
Assistant Professor of Molecular Medicine
University of Pennsylvania Medical Center
IFOPA BÜRO
International
Fibrodysplasia Ossificans Progressiva Association Inc. und
Betty Ann Laue/IFOPA Resource Center
P.O. Box 196217
Winter Springs, FL 32719-6217
Telefon: 407-365-4194
Fax: 407-365-3213
E-mail: together@ifopa.org
Website: http://www.ifopa.org
back to top
|