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Zahnpflege für FOP-Betroffene

Besonderheiten der Zahnpflege: Die Kiefergelenke sind charakteristischer Weise die letzten Gelenke, die von FOP beeinträchtigt werden. Jedoch wurde auch von einer Beeinträchtigung in jedem Lebensalter als Folge von Zahnbehandlungen oder oralen Traumata berichtet. Das Risiko der Beeinträchtigungen durch FOP steigt mit zunehmendem Alter (71% der Patienten haben bis zum Alter von 18 Jahren Einschränkungen im Kieferbereich). Es besteht die Notwendigkeit, bestimmte Vorsichtsmaß-nahmen zu ergreifen, um das Risiko eingreifender Behandlungen zu minimieren oder bei bestehender Kieferbehinderung Behandlungen zu vermeiden, deren Durchführung dann schwierig wäre. Sogar Routinebehandlungen, wie Dehnen des Kiefers und des Nackens zum Öffnen bzw. Drehen, können für FOP-Patienten schlimme Konsequenzen haben.

FOP-Patienten können präventive Mundpflegemittel einschließlich Prophylaxen, Fluoriden und Versiegelungen benutzen. Restaurative Pflege muß mit großer Vorsicht durchgeführt werden. Gleichermaßen müssen Zahnentfernungen vermieden werden, wenn sie nicht absolut notwendig sind. Orthopädische Pflege kann mit Vorsicht und bei kurzen Behandlungen durchgeführt werden; Klammern und ähnliche Hilfsmittel sollten keinen zusätzlichen Druck auf den Kiefer ausüben. Der Krankheitszustand verbietet die Benutzung jeglicher intramuskulärer Spritzen einschließlich blockierender Betäubungsmittel. Lokale Betäubungsmittel können durch Infiltration, »periodontal ligamentär (PDL), sowie »intraligamentär« verabreicht werden. Die elektronische Betäubung wird empfohlen. Aber immer daran denken: keine intramuskulösen Spritzen! Wenn eine Vollnarkose notwendig ist, muß die Person durch die Nase intubiert werden, um einen Zusammenschluß des Kiefers zu vermeiden.

Um uns bei der Fortentwicklung der Zahnpflege für FOP-Patienten zu helfen, sowie zur Teilnahme an fortlaufenden Studien, senden Sie uns bitte eine Kopie ihrer zahnärztlichen Aufzeichnungen (jahresweise), adressiert an Dr. Nussbaum.

 

Bei zusätzlichen Fragen:

Burton L. Nussbaum, D.D.S.
One South Forge Lane
Cherry Hill, NJ 08002-2588
Phone: ++1 (609) 667-2123
Fax: (609) 482-7825

Frederick S. Kaplan, M.D.
University of Pennsylvania Medical Center
Department of Orthopaedics
Silverstein Pavilion-2nd Floor
34th & Spruce Streets
Philadelphia, PA 19104
Phone: ++1(215) 349-8727
Fax: ++1(215) 349-5926

Informationen hierzu auch über den FOP-eV. Tel: ++49(8303)921062 Fax: ++49(8303)921063

Quellenangaben:
Luchetti W, Cohen RB, Hahn GV, Rocke DM, Helpin M, Zasloff MA, Kaplan, FS. "Temporomandibular joint ankylosis following routine injection of local anesthetic in patients who have fibrodysplasia ossificans progressiva. Oral Surgery. 81: 1996. 21-25.

Nussbaum, B, O'Hara I, Kaplan FS. "Fibrodysplasia Ossificans Progressiva, Report of a Case with Guidelines for Pediatric Dental and Anesthetic Management." J Dent Child, Nov-Dec 1996. 338-450.

 


 

 

 

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What is FOP? Fibrodysplasia Ossificans Progressiva: A Guidebook for Families © 1995, 1997

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