Pflege
Welche
Art von Behandlung gibt es für FOP? Was kann man
tun, um die Schmerzen zu lindern?
Die
Behandlung von FOP kann grundlegend in zwei Kategorien
eingeteilt werden: 1) symptomverändernde und 2) krankheitsverändernde
Therapien. Zur Zeit gibt es keine allgemein wirksame krankheitsverändernde
Therapie, die den Knochen, der sich gebildet hat, entfernt
oder die Bildung von neuen Knochen verhindert. Es gibt
jedoch einige Medikationen, die Linderung bei akuten Krankheitsschüben
bringen.
In
Kapitel 11 dieses Buches befindet sich ein Bericht über
Medikamente, der die Erfahrungen und Meinung des Autors
über verschiedene Klassen von symptomverändernden
Medikamenten wiedergibt. Dieser kann als Führer in
dem kontroversen Bereich der therapeutischen Mittel dienen.
Die
folgenden zwei Kapitel beschäftigen sich mit zwei
relativ neuen Möglichkeiten FOP-Patienten zu behandeln.
Accutane ist ein Medikament, das üblicherweise zur
Behandlung von Akne benutzt wird, das aber auch dafür
bekannt ist, die Umformung von verbindendem Gewebe in
Knorpel und Knochen zu verhindern. (Anmerkung des Übersetzers:
z.Zt. steht Accutane wegen erheblicher Nebenwirkungen
im Zwielicht. Bitte neue Berichte hierzu lesen.)
Iontophorese
ist eine Behandlung, die Elektroden und einen schwachen
Strom benutzt, um Medikamente in tiefere Gewebeschichten,
einschließlich Muskeln, zu verbringen. Einige FOP-Patienten
empfanden es als hilfreich, die Schmerzen zu kontrollieren.
Was
ist Accutane? Welche Auswirkung hat es auf FOP?
Accutane
ist der Markenname eines Medikaments, das auch als Isotretinoin
oder 13-ciretinoic Acid bekannt ist. Es ist ein starkes
Medikament, das gemeinhin zur Behandlung von Akne benutzt
wird. Dieses Medikament hat auch starken Einfluß
auf die Verhinderung der Umwandlung von Bindegewebe in
Knorpel und Knochen. Tatsächlich ist die Einnahme
für Schwangere gefährlich, weil es die natürliche
Skelettbildung beim Embryo stören kann. Es handelt
sich dabei um die gleiche Art der embryonalen Knochenbildung,
die bei FOP-Patienten nach der Geburt vorkommt.
Dr.
Michael Zasloff erkannte diesen wichtigen Effekt von Accutane
und fragte sich, ob diese Medikation zum Wohle von FOP-Patienten
genutzt werden könnte. Er führte während
seiner Zeit am National Institutes of Health von 1984
bis 1988 klinische Versuche durch. 21 Patienten nahmen
unterschiedliche Dosen des Medikaments über 5 Jahre
lang ein. Dr. Zasloff und seine Kollegen fanden heraus,
daß das Medikament das Wachstum von Extraknochen
nicht aufhält, wenn dieser Prozeß bei einem
Patienten einmal begonnen hat. Jedoch vermindert es anscheinend
die Häufigkeit der Extraknochenbildung in der Nähe
von Gelenken um 27% (verglichen mit einer Kontrollgruppe,
die das Medikament nicht nahm), sofern es absolut keine
Anzeichen von Extraknochenbildung um die Gelenke (Festgestellt
durch physische Untersuchung, Röntgen und Knochen-Scan)
vor Einnahme des Medikaments gab.
Die
Behandlung hat einige unbefriedigende Nebenwirkungen -
einschließlich Trockenheit im Mund- und Nasenbereich,
geringfügiger Haarausfall und rissige Lippen. Accutane
kann auch ein leichtes Ansteigen der Blutfettwerte (Triglyzeride)
verursachen. Es gibt einige Bedenken, daß Accutane
Knochen, die sich bereits gebildet haben, stimuliert.
Wohltuende
Wirkungen von Accutane wurden bereits bei so geringen
Dosen wie 1 - 2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht
pro Tag bemerkt. Das Medikament wird einmal pro Tag oral
mit dem Essen eingenommen. Obwohl Accutane bei weitem
kein Heilmittel für FOP ist, könnte es etwas
Erleichterung bringen.
(!:
Aufgrund der letzten Erfahrungen mit Accutane sind erhebliche
Nebenwirkungen zu erwarten und auch schon aufgetreten.
Daher ist die Behandlung nur nach voriger Absprache mit
dem Arzt und evtl. der IFOPA bzw. des FOP e.V. zu empfehlen.)
Was
ist Iontophorese und wie kann es bei der Behandlung von
FOP helfen?
Iontophorese
ist eine Behandlung, die Elektroden und Schwachstrom benutzt,
um Medikamente in die tieferen Schichten des Gewebes einschließlich
des Muskelgewebes zu verbringen. Diese Methode hilft bei
der Aufnahme von kleinen Molekülen, chemischen Stoffen
und Medikamenten, die FOP-Patienten als hilfreich empfanden,
um die Schmerzen bei Krankeitsschüben zu lindern.
Eine Behandlungsart mit Iontophorese benutzt ein starkes
Kortison, genannt Dexamethasone, in Verbindung mit einem
lokalen Betäubungsmittel, genannt Lidocaine. Diese
Behandlung kann nur mit Unterbrechungen während einiger
Sitzungen benutzt werden. Es gibt keinen Beweis, daß
diese Behandlung den Verlauf eines Krankheitsschubes ändert,
obgleich es die Schmerzen vermindern könnte. Dies
ist ein Thema, das sie mit ihrem Arzt erörtern sollten.
Können
Injektionen Probleme bereiten?
Spritzen
in den Muskel (intramuskuläre oder IM-Spritzen) sind
gefährlich und können einen Krankheitsschub
und Knochenbildung an der Injektionsstelle verursachen.
Schutzimpfungen und lokale Betäubungen sind zwei
Arten von Injektionen, die intramuskulär gegeben
werden. Sobald FOP festgestellt wird, müssen alle
Injektionen in Muskeln und Bindegewebe vermieden werden.
Die
meisten Kinder haben bereits ihre üblichen Kinderschutzimpfungen
erhalten, wenn FOP diagnostiziert wird. Ungefähr
ein Drittel der Kinder, die FOP haben, haben nach ihrer
Kinderschutzimpfung gegen DPT (Diphterie-Pertussis (Keuchhusten)-Tetanus)
einen Krankheitsschub gehabt. In einigen Fällen wurde
aufgrund der ungewöhnlichen Reaktion der Kinder auf
eine DPT-Impfung FOP vermutet und diagnostiziert.
Injektionen
und Impfungen, die unter die Haut gegeben werden (subcutan),
werfen wenig Risiken auf, aber tiefe Injektionen in den
Muskel MÜSSEN immer vermieden werden.
Blutproben
können routinemäßig bei jedem FOP-Patienten
ohne Probleme entnommen werden. Für weitere Informationen
über dieses wichtige Thema Injektionen und Impfungen
lesen Sie bitte Kapitel 11 dieses Buches. Wenn Sie oder
Ihr Kinderarzt irgendwelche Fragen dazu haben, setzen
Sie sich bitte mit Dr. Kaplan oder Dr. Zasloff in Verbindung.
(!:
Beratung auch durch den FOP e.V. oder dessen beratende
Ärzte möglich)
Sollten
FOP-Patienten sich gegen Grippe impfen lassen?
Das
größte Risiko durch Grippe haben Kleinkinder,
Alte und Körperbehinderte. Kinder mit FOP sind noch
nicht ernstlich behindert und tragen kein höheres
Risiko durch eine Grippeinfektion als jedes andere Kind
auch. Deshalb sollten sie keine Grippeschutzimpfung erhalten,
denn diese muß in den Muskel und kann nicht subcutan
gegeben werden. Bei alten FOP-Patienten ist die Situation
ganz anders. In diesem Stadium sind die meisten Gelenke
durch versteifende Extraknochenbildungen unbeweglich geworden
- einschließlich der Gelenke im Brustbereich. Alte
FOP-Patienten tragen deshalb ein viel größeres
Risiko durch lebensbedrohliche Komplikationen, wenn sie
sich Grippe zuziehen. Bei diesen Patienten ist das Risiko
lebensbedrohlicher Atembeschwerden höher als das
Risiko der Extraknochenbildung durch eine intramuskuläre
Injektion. Das Risiko einer Extraknochenbildung durch
eine Impfung ist bei alten oder jungen FOP-Patienten gleich
groß, aber das Risiko durch eine Grippeinfektion
ist bei älteren größer und schwerwiegender
als das Risiko einer Impfung.
Die
Entscheidung für oder gegen eine Grippeschutzimpfung
ist eine persönliche Entscheidung eines jeden erwachsenen
FOP-Patienten (nach Beratung durch einen Arzt). Wenn man
sich für eine Grippeschutzimpfung entscheidet, sollte
sie mit möglichst dünner Nadel und sehr vorsichtig
erfolgen, um das Risiko der intramuskulären Injektion
zu minimieren. Die Injektion sollte in der Nähe eines
Gelenkes plaziert werden, das bereits durch Extra-Knochenformationen
blockiert ist (ein Gelenk kann dauerhaft blockiert sein,
aber das heißt nicht, daß sich jeder Muskel
in der Nähe in Knochen verwandelt hat). Wenn ein
Krankheitsschub dadurch auftritt, wird er keinen weiteren
Beweglichkeitsverlust verursachen. Auch sollte die Injektionsstelle
während der nächsten 12 bis 24 Stunden von Zeit
zu Zeit mit Eis gekühlt werden, um die Schwellung
von der Injektion zu vermindern. Unabhängig von FOP
sollte der Grippeimpfstoff nie jemandem verabreicht werden,
der allergisch gegen Eier ist (denn Impfstoff wird mit
Eiern kultiviert).
Können
die Extraknochen entfernt werden?
Die
technische Antwort ist überraschender Weise "Ja,"
aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Chirurgische
Eingriffe, um eine abnormale Gliedmaßen-stellung
zu korrigieren (die ein Ergebnis neuer Knochenbildung
bei FOP-Patienten ist), resultieren oft in einer Verschlimmerung
des Zustandes. Neue Knochen werden sich wieder bilden
und weiterhin die Beweglichkeit beeinträchtigen.
Wissenschaftler verstehen noch nicht die Ursache, warum
dies passiert. Je weiter sich jedoch ein umfassendes Verständnis
der genetischen und molekularen Grundzüge von FOP
entwickelt, hofft man, daß man in der Lage sein
wird, die Regeneration der Knochenbildung zu blockieren.
Zur Zeit ist das nicht möglich. Deshalb ist es sehr
wichtig zu verstehen, daß jedwedes chirurgische
Verfahren, die Gelenkposition zu verbessern oder überflüssige
Knochen zu entfernen, vermieden werden muß, weil
die Wahrscheinlichkeit besteht, daß es den Zustand
verschlimmern wird.
Kann
das Gelenk in einer bessere funktionelle Position gebracht
werden, selbst wenn sich der Knochen neu bildet? Wieder
ist die technische Antwort "Ja.". Jedoch gibt es ein hohes
Risiko, daß Komplikationen wie Infektionen oder
Venenentzündungen auftreten. Dies trifft speziell
auf die Chirurgie an den unteren Gliedmaßen zu.
Solche chirurgischen Eingriffe mißlingen oft, da
es schwierig ist, Gelenke in den unteren Gliedmaßen
zu repositionieren ohne Haltung und Gleichgewicht zu verändern.
Wenn
chirurgische Eingriffe bei FOP nicht empfohlen werden,
welches Risiko geht man bei Operationen ein, die nicht
mit FOP zusammenhängen?
Chirurgische
Eingriffe verschlimmern FOP üblicherweise, weil sie
den Körper veranlassen mehr Knochen zu bilden. Es
kann Notfälle geben, die eine Operation erfordern,
z. B. Blinddarmentzündung. Obwohl solche Operationen
zu einem Krankheitsschub führen können, kann
die lebensbedrohende Natur des Notfalls eine Operation
rechtfertigen. Allen Eltern und Ärzten von Kindern,
die FOP haben, wird ans Herz gelegt, die Artikel "Operationen
und FOP: Wann muß es sein" und "FOP und der lebensbedrohende
Notfall: Was muß bei der Narkose beachtet werden"
zu lesen. Diese Artikel befinden sich im Kapitel 11 dieses
Buches zusammen mit einem Leitfaden für Notfälle.
Welche
Vorkehrungen sollten bei einem Knochenbruch getroffen
werden? Gibt es Unterschiede in der Behandlung eines FOP-Knochens
oder eines normalen Knochens?
Eine
Knochenfraktur muß bei einem FOP-Patienten genauso
behandelt werden wie bei jedem anderen Patienten auch.
Das Ziel der Behandlung bei allen Personen ist, es dem
Knochen zu ermöglichen, in einer komfortablen und
funktionsgerechten Position zu heilen. Weil Frakturen
generell schnell heilen, müssen FOP-Patienten nicht
länger in ihrer Beweglichkeit behindert sein als
alle anderen Patienten auch. Operationen sind bei FOP-Patienten
fast nie erforderlich, um einen gebrochenen Knochen zu
heilen. Auch kann eine Schiene schon genügen, wo
sonst ein Gipsverband nötig wäre. Die Entscheidung,
welche Form der Behandlung für eine Fraktur bei einem
FOP-Patienten notwendig ist, hängt von einer Unzahl
von Faktoren ab, wie etwa: Art der Fraktur; Knochen, der
gebrochen ist; offene Verletzung oder nicht; Alter der
Person; Grad der Verformung; funktioneller Status des
Gliedes vor der Fraktur. Die Entscheidung über die
beste Art der Behandlung muß individuell durch den
Arzt getroffen werden.
Frakturen
können bei FOP-Patienten auch an den heterotopischen
Knochen passieren. Wenn ein Gelenk bereits verblockt ist,
ist eine weitere Ruhigstellung nicht erforderlich. Wie
bei jeder Fraktur kann die Verabreichung von Schmerzmitteln
notwendig sein.
Darf
Milch ein Teil der Ernährung sein, wenn der Körper
bereits zu viele Knochen bildet?
Milch
ist ein gutes Nahrungsmittel, das Kalzium enthält,
welches ein wichtiges Element für jeden Körper
ist, sogar wenn man FOP hat. Obwohl es bekannt ist, daß
das Kalzium in der Milch hilft, starke Knochen zu bilden,
ist es nicht das Kalzium, das FOP-Knochen wachsen läßt.
FOP-Knochen bilden sich aufgrund eines genetischen Signals
des Körpers. Milch verschlimmert FOP nicht und hält
den übrigen Körper gesund. Obwohl der Körper
Kalzium dazu braucht, damit die Knochen wachsen und gesund
bleiben, ist es auch lebenswichtig für andere Körperfunktionen.
Kalzium bewirkt, daß die Nerven richtig funktionieren,
das Herz schlägt und andere wichtige Stoffwechselfunktionen
richtig ablaufen. Der Körper kann nicht ohne Kalzium
leben. Außerdem müssen FOP-Patienten täglich
ein gewisses Maß an Kalzium zu sich nehmen, weil
das höhere Risiko von Stürzen ein starkes Skelett
erfordert. Ein FOP-Patient braucht nicht mehr Kalzium
zu sich zu nehmen als jeder andere auch, sollte aber ein
oder zwei Gläser Milch pro Tag trinken. Das Problem
bei FOP ist nicht zuviel Kalzium; das Problem ist das
zuviel an Knochengewebe.
Was
kann man gegen Hautschäden an knöcherigen oder
schwer zu erreichenden Stellen tun?
Hautschäden
und Druckstellen sind ein verbreitetes und schwieriges
Problem bei FOP-Patienten, besonders bei Erwachsenen.
Hautschäden können durch erhöhten Druck
auf eine normale knöcherige Stelle oder auf einen
Extraknochen auftreten. Bei übermäßigem
Druck auf die Haut können Schäden schnell innerhalb
von Stunden auftreten. Richtige Polsterung von knöcherigen
Vorsprüngen oder häufiges Wechseln der Position
können dieses verhindern. Spezielle, gut gepolsterte
Bestuhlung sollte für Erwachsene, die überwiegend
in sitzender Position zubringen, in Erwägung gezogen
werden. Hautschäden sind bei erwachsenen Patienten,
deren Körperhaltung eine andere als eine sitzende
Position zuläßt, weniger ein Problem.
Eine
weitere Ursache für Hautschäden ist Restfeuchtigkeit
und Schweiß an schwer zugänglichen Stellen,
wie etwa Hautfalten, speziell in der Nähe von Gelenken
z.B. Achselhöhlen und Kniekehlen. Durch das Schwitzen
und die damit sich bildende Feuchtigkeit können sich
bakteriologische und pilzartige Organismen bilden. Hautinfektionen
und -schäden können daraus resultieren. Dieses
Problem ist häufig schwer zu verhindern und noch
schwerer zu behandeln.
Überraschenderweise
verschlimmern austrocknende Mittel, wie Alkohol oder Puder,
das Problem. Die gereizten Stellen sollten mit Wasser
und Seife sauber gehalten werden. Sterile Gaze, mit einer
Salzlösung angefeuchtet, auf den gereizten Stellen
ist besser als austrocknende Lösungen wie Puder oder
antibakterielle Salben, weil es die Zellregeneration der
Haut an diesen Stellen besser unterstützt.
Wenn
ein FOP-Patient solche schwer zu erreichenden Stellen
hat, sollte er einen Arzt zur richtigen Hautpflege befragen.
Wenn Hautreizungen oder -schäden an einer schwer
zu erreichenden Stelle auftreten, sollte der Arzt sofort
aufgesucht werden.
Wie
sollten FOP-Patienten ihre Zähne pflegen, um Zahnbehandlungen
auf ein Minimum zu beschränken?
FOP-Schübe,
die den Kiefer betreffen, können bewirken, daß
der Kiefer zusammenwächst und damit das Essen und
zahnärztliche Versorgung erschweren. Vorsorgende
Pflege ist extrem wichtig. Die gleichen grundlegenden
Regeln der Zahnpflege, die jeder anwenden sollte, sind
für FOP-Patienten sogar noch wichtiger. Man sollte
die Zähne nach jedem Mahl putzen, Süßigkeiten
zwischen den Mahlzeiten vermeiden und den Zahnarzt mindestens
zweimal im Jahr aufsuchen. Es ist auch eine gute Idee
fluoridhaltige und plaqueentfernende Spülungen zu
benutzen. Zahnversiegelungen können auch sehr nützlich
sein. Elektrische Zahnbürsten, Mundduschen und Minizahnbürsten
können benutzt werden, um schwer zugängliche
Bereiche zu säubern. Wenn der Kiefer verwachsen ist,
kann es für die Zahnpflege einfacher sein, eine Munddusche
zu benutzen. Diese reinigen die Zähne mit einem Hochdruckwasserstrahl,
dem ein Reinigungszusatz beigefügt wird.
In
einigen Fällen führen zahnärztliche Eingriffe
zu FOP-Schüben. Überdehnen des Kiefers oder
intramuskuläre oder intraorale Spritzen sollten vermieden
werden, weil dies bei einigen FOP-Patienten zu Kieferverwachsungen
geführt hat. Injektionen in die Sehnen können
gemacht werden, weil sie wahrscheinlich keinen Schub auslösen.
Lesen Sie "Das Risiko minimieren: Dentale Vorsichtsmaßnahmen
für FOP-Patienten" und "Zahnärztlicher Ratgeber
für FOP-Patienten". Beide Artikel finden Sie im Kapitel
11 dieses Buches.